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Vorschau auf die Abschlusspublikation

silbernes vortragekreuz aus st. trudpert

Silbernes Vortragekreuz aus St. Trudpert (1170-1180), mit Darstellung der Stifter Anna (Vorderseite) und Gottfried (Rückseite), die der Familie der Herren von Staufen zugeordnet werden können.

In der Abschlusspublikation soll zunächst ein Blick auf verschiedene Herrschaftsträger und ihre Beziehungen zum Breisgau geworfen werden. Diese Herrschaftsträger (Klöster, Bistümer, Königtum, Papsttum, Zähringer) werden hinsichtlich ihrer Besitzverhältnisse, durch das Wirken ihrer Amtsträger im Breisgau sowie über ihr personales Umfeld einerseits auf ihre Bedeutung für den Breisgau, andererseits auf die Bedeutung des Breisgaus für die jeweilige „Institution“ untersucht werden.

Ein weiteres Kapitel widmet sich den Handlungspielräumen und Gruppierungen am Beispiel von drei gräflichen Familien (Markgrafen von Baden, Grafen von Nimburg und Grafen von Wiesneck/Haigerloch); sieben „Herrengeschlechter“ (Herren von Üsenberg, Herren von Schwarzenberg, Herren von Rötteln, Herren von Wehr, Herren von Scherzingen, Herren von Kaltenbach, Herren von Waldeck) und drei Ministerialenfamilien (Ministerialen von Staufen, Ministerialen von Roggenbach).

Neben einer genealogischen und besitzgeschichtlichen Einordnung sollen dabei vor allem Kontakte, Beziehungen und Bindungen zu den im Vorkapitel thematisierten Herrschaftsträgern und anderen Familien des Breisgaus analysiert werden. Dieses Vorgehen ermöglicht es, den räumlichen und personellen Aktionsradius und Handlungsspielraum einzelner Familien sowie deren Strategien im Umgang mit übergeordneten Kräften wie den Herzögen von Zähringen herauszuarbeiten.

Systematische und methodische Fragen werden in einem strukturell angelegten Kapitel in den Blick genommen. Im Vordergrund stehen unter anderem Ämter und Funktionen (Vögte, Schiedsrichter, Treuhänder etc.) und deren Bedeutung für individuelles und gruppenbezogenes Handeln thematisiert, Möglichkeiten und Grenzen der familiären Personenzuordnung oder der Rekonstruktion verwandtschaftlicher Bindungen diskutiert sowie Konflikte als Kristallisationspunkte (gruppen-)orientierten Handelns untersucht.

Mittels dieses sowohl systematischen als auch exemplarischen Vorgehens können längerfristige Entwicklungen in der Breisgauer Adelslandschaft aufgezeigt werden sowie die Handlungspielräume, Gruppierungen und Strategien des unterhalb der fürstlichen Ebene agierenden Breisgauadels in den Blick genommen werden.

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